Encounter Gruppe

Gestalttherapeutische Selbsterfahrungsgruppe


Sonntag, 05. April 2020 -->fällt aus!!!

 

Hallo ihr Lieben,

 

auch ich muss mich dem Gesetz fügen und deshalb stehen die Zeichen nun für mich auch auf Rückzug.

Die Encounter Gruppe muss ich leider für den 05 April absagen. Neue Termine folgen.

 

Nicht aus Angst, sondern als Akt der Solidarität - die Verlangsamung der Ausbreitung des Virus findet wahrscheinlich nur dann statt, wenn wir alle unsere Schritte Richtung Rückzug machen.

Und ich empfinde es auch als Chance zur Entschleunigung und als Chance, vieles neu zu denken und zu empfinden und im Nichtwissen und Entstehen lassen Raum zu schaffen für vielleicht Neues.

So freue ich mich auf einen Neuanfang - Ihr werdet von mir hören – neue Termine folgen

 

Euch allen eine heilsame und friedliche Zeit

 

 

Liebe Grüße

 

Holger

 

 

PS: Wer noch Lust hat weiter zu lesen, hier noch ein paar schöne Zeilen von Alexander Poraj (Zen- Meister/ Bendeiktushof)

 

Seit einigen Tagen erleben wir, wie unser bislang gewohntes und sicheres Leben immer mehr durch einander gerät. Schulen, Universitäten, ja ganze Länder werden geschlossen, Reisen untersagt, die Regale leer gekauft und überall erhöhte Hygienemaßnahmen angeordnet. Es fällt uns nicht leicht zu sehen, was von den zahlreichen Aktionen sachlich wirklich sinnvoll ist und die gewünschte Wirkung entfaltet, und was Ausdruck von Angst, ja Panik ist. Und so reagieren manche von uns mit Schulterzucken und Unverständnis, andere jedoch mit panischen Hamsterkäufen und Rückzug in die eigenen vier Wände.

 

Deswegen ist es an der Zeit ganz persönlich inne zu halten, um nachzuspüren und zu überlegen, in welcher sachlichen und emotionalen Situation ich mich gerade befinde. Sowohl Schulterzucken und so weitermachen wie bisher als auch panischer Rückzug mit Horrorszenarien sind als Extremvarianten durchaus nachvollziehbar. Gleichzeitig jedoch spricht vieles dafür, dass dies eben nicht zu den adäquaten Reaktionen gehört. Beide Verhaltensweisen zeigen nämlich wenig Kontakt zur Realität, indem sie diese entweder ignorieren oder aber unsere Verbindung und Vernetzung mit anderen Menschen außer Acht lassen.

 

Was also tun? Auf der einen Seite müssen wir uns dem Wissen und den Anordnungen der Experten und Behörden fügen und sie ernst nehmen, um die weitere Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

 

 

Damit wir jedoch unsere Mitmenschen und uns selbst nicht aus den Augen verlieren und in Panik geraten, sollten wir uns ganz bewusst der Angst stellen. Wenn diese Angst unbeachtet zur Panik wird, macht sie uns blind für die Mitmenschen und die eigentliche Sachlage.

 

Ja, es ist richtig, dass uns gerade diese Situation vor Augen führt, wie fragil nicht nur unsere Gesundheits- und Wirtschaftssysteme sind, sondern vor allem wir selbst. Trotz zahlreicher Errungenschaften erleben wir, dass wir das Leben nicht unter Kontrolle haben. Das bedeutet auch, dass es - allen Maßnahmen zum Trotz - keine absolute Sicherheit geben kann und geben wird.

 

Wir sind immer schon auf das aufmerksame und besonnene Entgegenkommen unserer Mitmenschen angewiesen. Dies funktioniert aber nur dann wirklich, wenn wir selber in der Lage bleiben, uns besonnen und entgegenkommend zu verhalten. Daher gibt es auch keinen wirklichen 100%igen Schutz, weil wir die Unterstützung, Hilfe und evtl. auch Pflege unserer Mitmenschen benötigen.

 

Somit wird von uns allen Umsichtigkeit verlangt, eine Haltung, welche die Angst nicht negiert oder herunterspielt, sondern sich geradezu darin zeigt, die persönliche und kollektive Angst in eine neue Haltung zu verwandeln, die sich als eine erhöhte Aufmerksamkeit, Wachheit und Mitmenschlichkeit zeigt - gerade in der Begegnung mit der Unsicherheit des Lebens an sich.

 

Welch eine Herausforderung für den Alltag unserer kontemplativen Haltung!

 


Termine:

jeden ersten Sonntag im Monat; 18:30-21:30

 

- 05. April --> fällt aus !!!!    Siehe unten.

- Samstag, 2. Mai 2020 --> einläuten der Sommerpause am Lagerfeuer

 

SOMMERPAUSE

 

- 06. September 2020

- 04. Oktober 2020

- 01. November 2020

- 06- Dezember 2020

 

8-10 Teilnehmer, Einstieg fortlaufend möglich.

 

Mitzubringen:

- Decke und Getränk (verschließbare und nicht zerbrechliche Flasche!)

 

Anmledung:

per Telefon oder unter Kontakt


Hier findest Du regelmäßig einen sicheren Ort, Dich und Dein Selbst in einer kleinen Gruppe spielerisch und mit Freude Dein Potential zu entfalten und versteckte Ressourcen ans Licht zu bringen.

Dieser Raum schafft neu Erfahrungen, ermöglicht Heilung und unterstützt die individuellen Wachstumsprozesse der Teilnehmer.

 

Die Inhaltlichen Themen können sehr kreativ sein, auch je nach Wunsch der Teilnehmer unter Einbezug körperorientierter Verfahren wie z. B. Embodiment, Atemreisen, Singen, Massagen, Tanzmeditation - Intuitiver Tanz, aktiv Meditationen uvm.

Diese Gruppe ersetzt keine Psychotherapie. Gestalttherapie in Gruppen führen oft zu einem gestärkten Selbstwert und der Fähigkeit zu tiefer erfüllenden Beziehungen.

Das Angebot versteht sich als Selbsterfahrung bzw. als Beratung und ersetzt keine medizinische oder psychiatrische Behandlung.

 

Definition Encountergruppen

Encountergruppen, auch: Selbsterfahrungsgruppen, Kontaktgruppen, sind eine weit verbreitete Form der Gruppenbegegnungen im Sinne einer "Therapie für Normale", die ihren Höhepunkt Ende der 60er Jahre hatte. Intitiatoren der Encounter-Bewegung waren C. R. Rogers und W. C. Schutz (humanistische Psychologie).


nächstes Thema:

 

Ich spüre mich, und sehe Dich

 "Die Welt ist voll von kleinen Freuden, die Kunst besthet nur darin, sie zu sehen"

 Li Tai-Po (chinesischer Dichter)

 

 


„Nur wer sich selbst erkennt, wird reif für die Begegnung mit anderen.“ (Erwin Ringel)